Aktuelle Ausstellungen

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Abb. MICHAEL RAMSAUER, SG-Bikini Mädchen, 2018, Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm

 

Über MICHAEL RAMSAUER - Malerei:

Es ist zwei Jahre her, dass wir den Maler Michael Ramsauer mit einer großen Einzelschau in Berlin präsentiert haben. Im diesjährigen Kunstherbst präsentieren wir ihn zusammen mit dem ebenfalls aus dem Norddeutschen stammenden Künstler Lars Theuerkauff. Die Beiden haben sich in Berlin kennen und schätzen gelernt, und so lag die Verabredung einer gemeinsamen Ausstellung irgendwann auf der Hand.
Seine, die Themen der Mythologie bearbeitende Malerei und die der sehr pastos aufgetragenen schwarzen Figuren haben sich inzwischen zu einem Markenzeichen entwickelt, und wir freuen uns, von beiden Sujets neue Arbeiten zeigen zu können. Wobei diesmal sicherlich ein Schwerpunkt auf den schwarzen Ölmalereien liegen wird. Schon in seinem 2016 opulent vorliegenden Ausstellungskatalog vermerkte Dieter Ronte, Bonn sehr treffend: “Denn neben ihrer Heutigkeit tragen die Bilder die Traditionen in sich, nicht als Zitate sondern als ein Wissensgerüst für die Komposition.“

 

 

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Abb. LARS THEUERKAUFF, "Passion 1" 2018, Acryl auf Leinwand, 200 x 150 cm

 

Über LARS THEUERKAUFF - Malerei

In 2018 hat Lars Theuerkauff an drei Serien gearbeitet „Omega“, „Tanz“ und „Passion“. Insbesondere mit „Passion“ kündigt der Künstler an, wie wichtig ihm die Verschiebung der Tendenz des Pixel-Pointillismus in Richtung Figürlichkeit ist. Eine Tendenz, die sich vermehrt fortsetzt bis zu den jüngsten Schöpfungen, sich dabei differenziert und so sehr verfeinert, das Theuerkauff damit ein neues Level in seinem Werk erreicht. Wieder ist der Bildervorrat des Internets eine entscheidende Ressource, von der aus der Maler zu neuen Ufern aufbricht. Die Anlage der Figuren, ihrer Körper bzw. Körperteile wird visuell markant. Sinnlichkeit und Verführung heizen die Temperatur der Formwelt auf. Dabei sind es weder dunkle Haut noch sexuelle Orientierung, auf die Theuerkauff abhebt. 
Nicht die Fragen der Identitätsbildung treiben ihn an, vielmehr die akute Bedrohung des Menschlichen bzw. Ideen der allgemeinen Emanzipation zum Menschen. Theuerkauff befragt sich selbst, tiefer und tiefergehend in den Sprechweisen des Bildes. Ein Motiv ist bei ihm lediglich ein Tropfen im Wirklichkeitsstrom. Aber alles, was aus der Farbe erwächst, kann leibhaftige Rück- und Innenschau sein, ein Problem des Malstofflichen und zugleich der Selbsterforschung. Diese jedoch zeigt sich weniger als eine alle Widersprüche zusammenfassende Antwort an sich selbst. Stattdessen ist sie das Eingeständnis eines Empfindens von Vorläufigkeit. Lars Theuerkauff wird also weder aufgeben noch aufhören, seinem Publikum vor Augen zu führen, wie widersprüchlich wir sind. Weil er seine Hoffnung auf Veränderung nicht vertagen will, steigt er ohne Unterbrechung und ohne Kompromiss in den Strom der Farbe. 
(- zitiert nach Christoph Tannert)



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