Eröffnung Joseph Kerscher

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Die Serie CHLORIS wurde im April 2011 begonnen.

Sie umfasst derzeit rund 45 Fotografien in verschiedenen Größen.
Das Motiv der Arbeit sind Blumen und deren Blüten. Ihre natürlich gewachsenen Architekturen werden mittels spezieller Prismen gebrochen, wodurch eine neue Bildstruktur entsteht. Ziel dieses Verfahrens ist nicht das bloße Abbild; betont werden vielmehr die Dekonstruktion der Blüten/Blumen sowie der in einer speziellen Tiefenstruktur gegliederte Raum. Auf den Bildern überlagern sich kubistische Formen, regelmäßige Rautenfelder und facettenartige Flächen. Dadurch rückt die Natur auf Distanz und ist in der Abstraktion präsent. Die Fiktion erfüllt den konkreten Raum. Ein Trugbild etabliert sich und hebt sich ab von dem, was ist. Dabei wirkt auch die Lust an der Durchdringung des Stoffs und an der Freiheit bei der Erschaffung neuer Formen, Details und Kompositionen, die der Wirklichkeit untreu werden. Allerdings wird das natürlich Gegenständliche nicht gänzlich negiert, sondern es behält seinen Platz im Bild.

Die Nymphe Chloris ist in der antiken Mythologie das griechische Pendant zu Flora, der römischen Göttin der Blumen. Zephyr, der sanfte Westwind, war in Chloris verliebt. Er verfolgte sie, und als er ihrer habhaft wurde, ergossen sich Blumen aus ihrem Mund.